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Ne­ben un­se­rem um­fang­rei­chen Wa­ren­sor­ti­ment sind wir mit ei­nem brei­ten Ser­vice­an­ge­bot für Sie da. In­for­mie­ren Sie sich hier über un­ser  Leis­tun­gen.

Corona-Antigen-Schnelltest*

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* Asymptomatische Bürger/Innen 

mit ständigem Wohnsitz  in Deutschland

 haben Anspruch auf kostenlose Tests.

 

Will­kom­men, Reu­ters­ha­gen.


Viel­leicht ken­nen wir uns ja schon, viel­leicht wa­ren Sie schon ein­mal bei uns in der Apo­the­ke. Und viel­leicht ha­ben Sie da­bei be­merkt, dass es bei uns et­was an­ders zu­geht.

Was uns aus­macht: Wir neh­men Sie per­sön­lich. Denn die meis­ten un­se­rer Kun­den ha­ben ein Pro­blem und su­chen Un­ter­stüt­zung. Des­halb kann man bei uns nicht nur ein Re­zept ein­lö­sen. Wir bie­ten zu­dem ein um­fang­rei­ches Dienst­leis­tungs­an­ge­bot, das Ih­nen in Ih­rem ge­sund­heit­li­chen All­tag hilft, wie z.B. ei­nen ta­ges­ak­tu­el­len Lie­fer­ser­vice. Ak­tu­el­les und kon­stant wei­ter­ge­bil­de­tes Fach­wis­sen, das mit prak­ti­schen Tipps und pro­fun­den phar­ma­zeu­ti­schen In­for­ma­tio­nen Ih­re The­ra­pie be­glei­ten kann. Un­se­re Be­ra­tung un­ter­stüt­zen wir durch mo­derns­te di­gi­ta­le Tech­no­lo­gi­en, wie z.B. das 3D-Mess­sys­tem für ei­ne be­rüh­rungs­lo­se Bein­mes­sung.

Un­ser sym­pa­thi­sches Team geht in­di­vi­du­ell auf Ih­re An­fra­gen ein mit dem Ziel, ein ge­sun­des Stück von Reu­ters­ha­gen zu sein.

Nicht um­sonst ist un­ser Ver­spre­chen: Erst zum Arzt, dann zu uns!

Ihr


Axel Pohl­mann

Apo­the­ker & In­ha­ber

Ge­sund­cen­ter ak­tuell

Um Sie rund­um zu in­for­mie­ren und mit at­trak­ti­ven An­ge­bo­ten zu ver­sor­gen, fin­den Sie hier Hin­wei­se auf ak­tu­el­le Ak­tio­nen, Ver­an­stal­tun­gen und be­son­de­re Leis­tun­gen in un­se­ren Apo­the­ken.

Stellenangebot auf 450-Euro-Basis
Mitstreiter/innen gesucht:

Für unser Corona-Testzentrum

 

Ihre Aufgaben: Anmeldung, Durchführung und Auswertung der Tests sowie Dokumentation.

 

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung an:

Axel C. Pohlmann
Tel.: 0172 3819750

Mail: bewerbung@gesundcenter.de

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Ein echter Vorteil für Sie: 

Ihr Rezept wird digital!

 

Wir sind bereit und warten nur noch auf den Startschuss der Bundesregierung: Dann können Sie die Vorteile des neuen E-Rezepts bei uns voll ausschöpfen.

 

Weitere Informationen
 

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Mit uns gut versorgt:

Hämophilie-Medikamente
 

Seit dem 01.09.2020 erhalten Hämophilie-Patienten ihre Medikation nicht mehr direkt in spezialisierten Hämophilie-Zentren, sondern bekommen dort ein Rezept, das sie in der Apotheke einlösen müssen. Wir sind Mitglied im Verband der Hämophilie-Apotheken e.V. (VHA) und stehen Ihnen in Sachen bedarfsorientierter Belieferung und Beratung gern zur Seite.

 

Bei Fragen rund um die Hämophilie wenden Sie sich bitte an:

haemophilie@gesundcenter.de 

 

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Wir ver­sor­gen Sie:

Me­di­zi­ni­sches Can­na­bis
 

Auf An­ord­nung Ih­res Arz­tes be­lie­fern wir Sie mit me­di­zi­ni­schem Can­na­bis, das seit 2017 in Deutsch­land für the­ra­peut­i­sche Zwe­cke ein­ge­setzt wer­den darf. Um ei­ne ef­fi­zi­en­te Ver­sor­gung und ei­ne fun­dier­te Be­ra­tung zu ge­währ­leis­ten, sind wir Mit­glied im Ver­band der Can­na­bis ver­sor­gen­den Apo­the­ken e.V. (VCA). 

 

Bei Fragen rund um Cannabis wenden Sie sich bitte an : 

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Spa­ren Sie dop­pel­te We­ge und War­te­zei­ten und be­stel­len Sie Ih­re Me­di­ka­men­te bei uns be­quem per App. Hier fin­den Sie al­le nö­ti­gen In­for­ma­tio­nen da­zu.

Gern neh­men wir Ih­re Be­stel­lun­gen auch te­le­fo­nisch oder über un­se­re Web­site ent­ge­gen. 
 

Fahrrad der Gesundcenter-Apotheken
Ra­deln für Reu­ters­ha­gen!

Das sind un­se­re Apo­the­ken
 

Wenn Sie unser Fahrrad sehen, dann wissen Sie Bescheid: Wir sind für Sie da. Bei Bedarf auch gerne bis vor Ihre Haustüre - mit unserem Lieferservice.
 

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen
 

Pro­fi­tie­ren Sie von un­se­rer Phar­ma­zie-Er­fah­rung

 

Mit einer Krankheit gehen viele Fragen einher. Wir stehen Ihnen mit unserem Know-How zur Seite - und bei vielen organisatorischen Themen, z.B. der Abrechnung mit der Kasse.
 

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen
 

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Gesundcenter-Ma­ga­zin

Impfneid, Impfscham und die Freiheit der anderen




Gibt es so etwas wie Impfneid? Dahinter steckt wohl eher die Angst, dass man zu kurz kommt. Die derzeitige Knappheit des Impfstoffs verstärkt das Gefühl. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - (c)dpa-infocom GmbH

Berlin (dpa) - Im Berliner Frisiersalon läuft die Diskussion heiß. «Ich gönne jedem von Herzen seine Impfung. Aber wieso bekomme ich keine?», fragt die Friseurin in die Runde. «Ist das hier keine körpernahe Dienstleistung?»


In einer Kleinstadt in Baden-Württemberg wagt ein junger Mann nicht zu sagen, dass er geimpft ist. Er fürchtet Neider. Oder Nachfragen. Über seine Krankheit möchte aber er nicht sprechen. Gibt es das in großem Stil - so etwas wie Impfneid und Impfscham?


Die sozialen Netzwerke sind voll mit Fotos von Oberarmen mit Pflaster oder Bildern von Impfpässen. Macht das etwas mit den Betrachtern? Liegt es am Charakter, ob ein Mensch sich mitfreut oder neidisch wird?


Neid gehört zur menschlichen Evolution


Philosophen, Ethiker und Kirchenmänner haben sich durch alle Zeiten mit dem Phänomen Neid auseinandergesetzt. Sie haben es als «Trauer über das Gut des anderen» definiert, es zur Todsünde erklärt oder vor «gemeinschaftsschädigender Wirkung» gewarnt. Sie entdeckten neben der böswilligen Variante auch konstruktive Züge, zum Beispiel einen Ehrgeizschub, um das zu erreichen, was der andere schon hat.


Einig sind sich viele Forscher heute: Der Vergleich mit anderen gehört zur menschlichen Evolution. In der Bibel beginnt es mit Kain und Abel und es geht nicht gut aus. «Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung», schrieb dagegen der Humorist Wilhelm Busch.


Doch gibt es so etwas wie Impfneid? «Ich würde das nicht so sehr als klassischen Neid bezeichnen», sagt Isabella Heuser, Direktorin der Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie an der Berliner Charité. Es sei mehr ein Gefühl von Zurücksetzung. «Dahinter steckt die Angst, dass man zu kurz kommt und an Covid erkrankt, auch schwer.» Diese Angst werde noch befeuert, wenn ein Impfstoff rationiert werde - oder auch durch neue Mutanten.


Neid sei in dieser Situation vollkommen verständlich und sollte auch nicht tabuisiert werden, sagt dagegen der Psychoanalytiker Eckehard Pioch, Mitherausgeber des Buchs «Neid. Zwischen Sehnsucht und Zerstörung» im Berliner Inforadio. «Ich brauche etwas dringend und habe es nicht. Ich sehe aber jemand anderen, der es bereits hat. Dann entsteht dieses Gefühl, diese Mischung aus Angst, Wut und Traurigkeit, die wir Neid nennen.»


Emotionale Gemengelage


Im Frisiersalon klingt das nicht ganz so akademisch. «Erst erklären sie uns für systemrelevant», sagt die Friseurin wütend. «Obwohl ich jetzt echt nicht finde, dass ein Haarschnitt ein Menschenrecht ist.» Und jetzt? Fühlt sie sich hängenlassen von der Politik, hat Briefe geschrieben an die Gesundheitssenatorin und den Bürgermeister. «Keine Antwort.» Dass sie Angst hat, sich anzustecken, sagt sie leiser. Ja, jeder Kunde müsse einen Schnelltest mitbringen. «Aber die sind 24 Stunden gültig. Da kann viel passieren.»


Für Psychologin Heuser ist die hochemotionale Gemengelage eine Folge von Verfügbarkeit, wenn ein lebenswichtiges Gut wie Impfstoff knapp ist. «Da kommt der egozentrische Drang in jedem hoch: Ich will das aber auch.»


Pro Woche zwei Fläschen Impfstoff


In einer Berliner Hausarztpraxis regt sich der Doktor auf, dass er gerade einen kerngesunden Steuerfahnder impfen musste. «Priorisiert», sagt er. «Ich krieg pro Woche zwei Fläschen Impfstoff für die ganze Praxis.» Und beim Nierenspezialisten nebenan seien die Organtransplantierten noch immer nicht immunisiert. «Da haut doch irgendwas nicht hin.»


Auch Charité-Ärztin Heuser kennt solche Stimmungen. «Es ist das Misstrauen, ob allen Geimpften ihre Immunisierung auch zusteht», sagt sie. Sie selbst habe erlebt, dass zwei Menschen, die weder vom Alter noch von ihrer Gesundheit her berechtigt gewesen seien, eine Impf-Bescheinigung von ihrem Arzt bekommen hätten. «Ich finde das moralisch verwerflich, auch von dem Arzt», urteilt sie. «Die beiden haben das triumphierend erzählt. Das ist dann noch ein Stück widerlicher.»


Gibt es auch das Gegenteil? Impfscham, also die Sorge berechtigter Menschen über ihre Piks zu reden? «Muss man ja nicht», sagt Heuser. «Aber wenn, würde ich jedem Berechtigten raten, eine Erklärung dazuzusagen.» Niemand müsse dabei jedoch in Einzelheiten gehen und zum Beispiel eine chronische Krankheit offenbaren. «Die Reaktionen werden ja deshalb gefürchtet, weil man unter dem Verdacht steht, dass man sich unberechtigterweise vorgedrängelt hat.» In einer Situation, in der es ohnehin genug gesellschaftliche Konflikte gebe, sei es durchaus sinnvoll, Spannung herauszunehmen.


Debatte über Freiheiten für Geimpfte


Doch der Druck wächst, vor allem mitten in der Debatte, welche Freiheiten Geimpfte zurückbekommen könnten. «Dass ihnen Freiheiten, die ihnen zustehen, wieder zurückgegeben werden, das finde ich richtig», sagt Heuser spontan. Aber genau das könne natürlich den Drang nach der Impfung noch immens vergrößern. Und damit auch die Emotionalität bei diesem Thema.


Auf den Ethikrat ist die Psychologin bei Freiheitsfragen weniger gut zu sprechen. «Er entwickelt meiner Meinung nach keine wirklich pragmatischen Lösungen.» Sie finde es gut, wenn sich ein Land auf eine Priorisierung verständige - welche auch immer. «Dann muss man sie aber auch mit allen Folgen vertreten. Auch wenn es dabei Enttäuschungen bei den Teilen der Bevölkerung gibt, die noch nicht mit der Impfung dran sind.»


Psychoanalytiker Pioch sieht die Bundesbürger nicht hilflos ihren Emotionen ausgeliefert. Gut sei es, konstruktiv auf Neidgefühle zu reagieren, rät er im Inforadio. Das beginne damit, sie sich einzugestehen. Beim Warten auf die Impfung helfe es, sich bewusst zu machen, dass es eine Reihenfolge nach Bedürftigkeit gebe. Das könne trösten. Denn es sei auch etwas zutiefst Humanes, sich zuerst um die Schwachen zu kümmern.


© dpa-infocom, dpa:210504-99-459079/8



Autor: Sebastian Gollnow - 04.05.2021